Im ersten Teil haben Sie gelernt, wie Sie Annabelle Minerals Produkte mithilfe von Zubehör und verschiedenen Techniken auftragen, wobei die lockere Konsistenz der Foundation erhalten bleibt und ihre mineralische Zusammensetzung nicht verändert wird. Heute gehe ich einen ganz anderen Weg, denn lose Produkte lassen sich ganz einfach in flüssige Foundations verwandeln. Diese Form vereinfacht das Auftragen deutlich und sorgt zudem für ausreichend Feuchtigkeit und eine schützende Schicht über den Tag. Das ist besonders im windigen Herbst und Winter wichtig.
Der Hauptvorteil von Mineralgrundierungen ist ihre geringe Konsistenz. Manche Hauttypen haben jedoch trotz richtiger Vorbereitung der Epidermis Probleme mit der gleichmäßigen Verteilung des Produkts in seiner losen Form und mit seiner Langlebigkeit. Das Hauptproblem ist jedoch das endgültige Erscheinungsbild – insbesondere wenn die Grundierung auf trockener, schnell dehydrierter und schwieliger Haut aufgetragen wird.
Mineralische Foundations lassen sich problemlos mit cremigen und öligen Texturen mischen. Dadurch verliert das Mineralprodukt seine lockere Konsistenz und wird cremiger. Ein großer Vorteil dieser Anwendungsmethode ist, dass Sie genau wissen, welche Foundation Sie verwenden – es könnte Ihre bevorzugte Feuchtigkeitscreme, Sonnencreme oder auch ein Öl oder eine Butter sein, die sich gut für Ihre tägliche Hautpflege eignet. Herkömmliches Make-up birgt aufgrund der Vielzahl an Inhaltsstoffen und unterschiedlichen Zusammensetzungen immer ein gewisses Risiko für den Hautzustand, insbesondere wenn Ihre Haut schnell verunreinigt wird und auf die meisten flüssigen Foundations negativ reagiert. Das Mischen von Mineralfoundations mit öligen und cremigen Texturen ist daher ein perfekter Kompromiss. Sie können hierfür problemlos lose Mineralfoundation und eine bewährte flüssige Base verwenden. Ein weiterer Vorteil selbstgemachter flüssiger Foundation ist die Möglichkeit, die Deckkraft zu steigern und so das Finish und die Haltbarkeit direkt zu beeinflussen.

Flüssige Foundation mit feuchtigkeitsspendender Cremebasis
Diese Kombination erzeugt ein sehr natürliches, leicht ebenmäßiges Finish. Sie ist jedoch nicht für Personen geeignet, die eine stärkere Deckkraft benötigen. Diese Methode betont trockene Stellen nicht, spendet ausreichend Feuchtigkeit und verhindert, dass sich Foundation auf Unreinheiten absetzt und unschöne Stellen bildet. Überraschenderweise betonen feuchtigkeitsspendendere Formeln trockene Unreinheiten stärker.
Der endgültige Effekt hängt natürlich von der verwendeten Creme ab. Eine zu ölige Konsistenz kann leider Unreinheiten hervorheben und die Haltbarkeit deutlich verkürzen, während eine zu trockene Konsistenz die Haut spannen kann. Annabelle Minerals Soft Cream eignet sich dank ihrer sehr leichten, nicht fettenden Konsistenz ideal zum Mischen mit Mineral-Foundation. Beachten Sie, dass die Zugabe von Mineral-Foundation zu einer Creme einen stärkeren Mattierungseffekt erzielt und sich die Creme anders auf der Haut verhält. In den meisten Fällen wird die Creme fest. Ich würde jedoch Gel-Creme-Formeln vermeiden, die fest werden und sich trocken anfühlen.
Achten Sie auch darauf, nicht zu viel Foundation in die Creme zu geben. Möglicherweise haben Sie Das gleichmäßige Verteilen kann schwierig sein. Cremebasierte getönte Foundations sollten gründlich in die Haut einmassiert werden. Dabei das Mineralpuder sorgfältig mit der cremigen Foundation vermischen, um Klümpchenbildung zu vermeiden. Mein Tipp: Fühlt sich die Foundation zu dick an, gib ein paar Tropfen Silikon-Himbeer-Komplex hinzu.
Diese Methode ist ideal für Menschen, die Probleme mit feuchtigkeitsarmer Haut haben. Direkt auf die Haut aufgetragene Mineralgrundierungen machen die Trockenheit deutlicher oder erzeugen einen zu pudrigen Effekt.

Flüssige Foundation mit Cremebasis, die Sonnenschutz bietet
Die Zugabe von Mineralgrundierung zu Sonnenschutzmittel funktioniert genauso gut, erzeugt aber einen feuchteren, feuchtigkeitsspendenderen Effekt. Sonnenschutzmittel haben typischerweise eine reichhaltige Basis, die perfekt mit den Mineralpigmenten harmoniert. Wichtig: – Eine kleine Zugabe von Mineralgrundierung destabilisiert Sonnenschutzmittel nicht (bei mehr Grundierung verringert sich der UV-Schutz deutlich), sondern erhöht deren Stabilität. Die Grundierung sorgt für einen natürlichen, sehr subtilen Effekt, gleicht den Hautton leicht aus und wirkt zudem dem Fettigkeitseffekt von Sonnenschutzmitteln entgegen. Verwenden Sie hierfür am besten ausschließlich chemische Sonnenschutzmittel, da sich die Pigmente darin am besten lösen und ihre Basis im Allgemeinen flüssiger und anfälliger für Veränderungen ist. Dies ist eine sehr gute Lösung für alle, die einen stabilen Sonnenschutz verwenden, aber gleichzeitig ihren Hautton leicht ausgleichen möchten.
Merken Sie sich eine einfache Regel: Je weniger Mineralgrundierung Sie einer cremigen Konsistenz hinzufügen, desto natürlicher wirkt die Grundierung und desto leuchtender wirkt sie. Je mehr Sie hinzufügen, desto matter und deckender wird sie. Daher können Sie ölreichen oder sehr fetthaltigen Cremes mehr Mineralpigmente hinzufügen.

Flüssige Grundierung auf Ölbasis Anlage
Geben Sie ein paar Tropfen Öl in lose Foundation, um eine gleichmäßige, nicht zu dicke, nicht flüssige Konsistenz zu erhalten (etwa ein Teil Öl auf fünf Teile Foundation). Überraschenderweise ist Pflanzenöl-Foundation nicht zu fettig und hinterlässt nur ein sehr zartes, feuchtes Finish. Diese Foundation bietet eine sehr hohe Deckkraft und ist wasserfest, hat aber leider einen Nachteil: Sie kann trockene Stellen und das Hautbild betonen. Außerdem setzt sie sich im Haar ab, was auf Fotos deutlich sichtbar ist. Warum passiert das?
Leider sind dies nur zwei Inhaltsstoffe; Foundation verliert diese Eigenschaften, wenn Sie dem Öl beispielsweise bis zur Hälfte des Volumens der fertigen Foundation Creme hinzufügen. Das Öl selbst dringt zusammen mit den Pigmenten in die Hautstruktur ein und betont ungünstig sowohl Konvexitäten als auch Konkavitäten. Die Zugabe von Creme, die zusätzliche Inhaltsstoffe enthält, verhindert jedoch ein solch unschönes Aussehen und die Eigenschaften der fertigen Foundation.
Pflanzenöl-Foundations sind sehr stark pigmentiert, zudem extrem langanhaltend und haben ein absolut nicht fettendes Finish. Konsistenz und Eigenschaften ähneln denen von sehr haltbaren, wasserfesten Flüssig-Foundations auf Silikonbasis. Sie lassen sich mit sanften Bewegungen sehr leicht auftragen. Verwenden Sie hierfür am besten Pflanzenöle mit sehr guter Gleitfähigkeit, wie Chiasamenöl, Erdbeeröl, Himbeeröl, Johannisbeeröl, Teesamenöl und eventuell Hanföl. Alternativ können Sie auch fertige Mischungen wählen, wie zum Beispiel das Stay Calm Öl von Annabelle Minerals . Nicht trocknende Öle wie Kokosöl, Macadamianussöl oder Süßmandelöl sind jedoch nicht geeignet, da sie die Foundation gerinnen lassen. betonte Unvollkommenheiten.
Das Auftragen von Foundation auf Ölbasis ist kinderleicht, aber es ist wichtig, das Produkt sehr vorsichtig aufzutragen (am besten mit den Fingern oder einem Pinsel mit vielen Borsten) und nicht zu viel aufzutragen. Das Endergebnis hängt in erster Linie vom Zustand Ihrer Haut ab – bei typisch fettiger Mischhaut ohne Unreinheiten und ohne Neigung zur Austrocknung erzielt die Ölmethode einen sehr natürlichen, aber dennoch deckenden Effekt.
Deckende Camouflage auf Basis natürlicher Pflanzenbutter
Auf die gleiche Weise lässt sich auch eine deckende Camouflage herstellen. Dazu einfach etwa die 8- bis 10-fache Menge Foundation oder Concealer in ein dickes, deckendes Öl (Sheabutter, Kokosöl, Kakaobutter oder auch Avocado- und Pracaxiöl) geben und schon entsteht eine sehr dicke, deckende Camouflage. Der Concealer hat eine sehr hohe Deckkraft und kann sogar Tattoos abdecken, wenn das Mineralpuder gut im Öl verteilt ist.
Mineralfoundations können nicht nur in klassischer loser Form verwendet werden, sondern auch in flüssiger Form, falls Puder dich nicht überzeugt. Neben den oben genannten Methoden kannst du deine flüssige Foundation auch mit loser Mineralfoundation aufwerten, wenn ihr beispielsweise die Deckkraft fehlt.
Ewa Szałkowska – jung , ehrgeizig und kreativ. Sie ist eine Kunstliebhaberin, liebt gutes Essen und dunkle Schokolade und beschäftigt sich seit Jahren mit Mineral-Make-up. Mit großer Leidenschaft betreibt sie einen einzigartigen Online-Bereich, in dem sie ihr Wissen und ihre Erfahrung in der Hautpflege für problematische Haut auf zugängliche und kreative Weise teilt. Gründerin und Autorin des Blogs www.ewaszalkowska.com
